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A
ADHS/ADHD
ADHS ist die Abkürzung für Attention deficit and hyperactivity disorder, auf Deutsch: Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung. Sie äußert sich durch Unruhe, Impulsivität, ablenkbare Aufmerksamkeit. Betroffene leiden je nach Schweregrad unter Misserfolg in Schule oder Beruf, häufigen Missgeschicken und Unfällen. Mittelschwere und schwere Fälle beeinträchtigen das soziale Leben, die schulische oder berufliche Karriere und verursachen Beziehungsgestaltungsprobleme. Jedoch zeigen solche Menschen mitunter auch besonderes Mitgefühl, Begeisterung, Offenheit und scharfen Fokus auf einzelne Aufgaben. Die Häufigkeit von ADHS in der Bevölkerung wird mit 4 bis 5% angenommen. Nach der internationalen Klassifikation ICD-11 beruht ADHS auf einer Störung der neuronalen Entwicklung. ADHS lässt sich gut mit individuell abgestimmter Psychotherapie mit oder ohne Medikamente, oder mit Neuro-Feedback behandeln.
Affektive Störungen
Die affektiven Störungen sind durch pathologische Veränderungen der Stimmung (Affekt) gekennzeichnet. Gehobene Phase: Manie. Gedrückte Phase: Depression.
Die Störung betrifft das Denken und das Aktivitätsniveau, wie Antrieb, Energie, Motivation. In Regelfällen ist der Appetit, der Schlaf und das sexuelle Verlangen ebenso betroffen. Die Phasen tendieren zum wiederholten Auftreten im Lebensverlauf.
Ursächlich wird eine multifaktorielle Entstehung angenommen: das Vulnerabilität-Stress-Modell geht von einer anlagebedingten Verletzlichkeit, depressiogenen oder Manie provozierenden. Lebensereignissen (Stressoren) und einer aminergen Dysbalance als gemeinsamer Endstrecke von affektiven Störungen aus.
Aminerge Dysbalance bei affektiven Störungen
Botenstoff Mangel an Noradrenalin, Serotonin und Dopamin.
Störungen des GABAergen, glutamatergen und dopaminergen Systems.
Verminderte Ausschüttung des Wachstumshormons (STH/GH).
Überwiegen des cholinergen Systems bei Depression, reaktiver aminerger Überschuss bei der Manie.
Angststörungen
Laut „Psychische Hilfe Wien“, in Österreich leiden Schätzungen zufolge etwa 16 % der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Angststörung, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Die Corona Pandemie hat die Häufigkeit der Angststörungen nachgewiesener Weise gesteigert.
Hierbei sind undefinierte Fürchte, Sorgen, Besorgtheit, Phobien, Zwangsproblematik, Panikattacke und ebenso Trauma-assoziierte Störungen subsumiert.
Bei den generalisierten Angststörungen sind die irrationalen Befürchtungen und Besorgnisse prägend, dahingegen ist bei der Trauma-assoziierten Störungen ist der Auslöser bekannt oder zumindest definierbar.
• Ich habe Angst, auf die Straße zu gehen
• Ich habe Angst um meine Familie in so einem großen Maß, dass ich mich gelähmt fühle
Ich vermeide Situationen, Menschen, Menschenansammlungen
Ich habe Angst, mich unter Menschen aufzuhalten
Autismus-Spektrum-Störung
…ist eine schwerwiegende, lebenslang bestehende, kostenintensive, tiefgreifende Entwicklungsstörung, die durch früh beginnende Beeinträchtigungen in der sozialen Interaktion und Kommunikation mit restriktiven und repetitiven Verhaltensweisen gekennzeichnet ist. Die Störung geht mit erheblichen Einschränkungen in der Anpassungsfähigkeit und Lebensqualität einher, die durch therapeutische Interventionen deutlich besser werden können.
B
Biofeedback
Als Biofeedback bezeichnet man ein Verfahren der Verhaltensmedizin. Die Patienten erhalten dabei technische Rückmeldung zu normalerweise unbewusst ablaufenden Prozessen im Körper. So lernen sie, diese bewusst wahrzunehmen und zu beeinflussen. Eingesetzt wird das Biofeedback zum Beispiel bei chronischen Schmerzen, Inkontinenz und psychischen Erkrankungen. Lesen Sie hier mehr über das Biofeedback: Therapie- und Einsatzmöglichkeiten sowie mögliche Risiken des Verfahrens.
Biofeedback ist eine Therapiemethode zur Behandlung psychischer und körperlicher Erkrankungen. Dabei soll der Patient oder die Patientin lernen, unbewusst ablaufende Prozesse im eigenen Körper bewusst wahrzunehmen und gezielt zu beeinflussen wie Herzrate, Blutdruck, Schweißdrüsenaktivität und sogar Hirnströme.
Bipolare affektive Störung
(ehemalige manische-depressive Psychose) Die depressiven und manischen/hypomanischen Phasen wechseln sich im Verlauf, allerdings mit kompensierten Phasen dazwischen. Bei der biologisch bedingten Form dauern die Phasen über mehrere Wochen-Monaten hinweg.
Bipolare Schwankungen können bei gewissen Persönlichkeitsstörungen in abgeschwächter Form und sogar bei schizophrenen Psychosen auftreten.
Burn out Syndrom
Keine wissenschaftlich anerkannte Diagnose. In den letzten Jahren beeinflusste es trotzdem die Wahrnehmung und das Ansehen aller psychischen Krankheiten: es förderte die Entstigmatisierung der psychisch Erkrankten und nahm die Psychotherapie an der Bedeutung in der Prävention in der seelischen und körperlichen Krankheiten im Allgemeinen zu. Die typischen Symptome sind die emotionale Erschöpfung (ausgelaugt sein, Niedergeschlagenheit, Energielosigkeit,etc…); Zynismus/Distanzierung/Depersonalistaion (Verlust an beruflichem Idealismus, Frustration, Feindseligkeit, etc…); Verringerte Arbeitsleistung
Risiko: erhöhter zeitlicher Druck, Arbeit gegen eigene Werte.
Die Symptome zeigen eine hohe Überlappung mit Depression, Schlafstörungen und körperlichen Beschwerden psychischer Ursprung
Beispielsätze:
Ich fühle mich niedergeschlagen, müde und kann das Leben mühsam bewältigen
Ich habe das Gefühl, „leere Batterien“ zu haben, als ob ich ausgebrannt wäre
Ich fühle mich leer, gefühls-, und emotionslos
Alles ist anders, als es sein sollte
Ich muss viel darüber nachdenken, was mit mir passiert ist
C
Craving
In der Suchtmedizin verwendeter Ausdruck für SUCHTDRANG.
D
Demenz
Während Vergesslichkeit oft Bestandteil normaler Alterungsprozesse ist, unterscheiden sich Demenzen durch ihre Intensität, ihren Verlauf, und ihre gravierenden Auswirkungen auf den Alltag. Wenn aktuelle Geschehnisse vollständig vergessen werden oder vertraute Handlungen nicht mehr gelingen, kann das ein erstes Signal für eine pathologische Wesensänderung sein. Demenz selbst ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein Oberbegriff für eine Gruppe neurodegenerativer Erkrankungen, die durch einen fortschreitenden Abbau geistiger Fähigkeiten gekennzeichnet sind. Die häufigste dieser neurodegenerativen Erkrankungen ist mit etwa 60 bis 70 Prozent – Morbus Alzheimer. Bei erfüllten Kriterien ist die ursächliche Behandlung von der Alzheimer Demenz ab September 2025 möglich (Kisunla).
Depression
Neben den Angststörungen sind die Depressionen die häufigsten psychische Erkrankungen. Die Frauen haben 20,4% Wahrscheinlichkeit in ihrem Leben an einer Depression erkrankt zu werden. Die Männer dagegen 10,4 %.
Die Nichtbehandlungsquote liegt bei 61%
Meine Stimmung ändert sich oft und ich kann es nicht erklärenIch denke oft daran, es kommt bald der Weltuntergang, es kann nicht mehr so weiter gehen
Ich weiß, dass ich meine Kinder liebe, kann es aber nicht spüren
Ich fühle mich leer, gefühls-, und emotionslos
Ich habe das Gefühl, dass sich mein Wesen verändert hat
Ich habe Konzentrationsprobleme, und bin vergesslich, obwohl ich noch jung bin, fürchte ich dement zu sein
E
Essstörungen
Bei Menschen mit einer Essstörung kommt es unter anderem zu Nahrungseinschränkung oder unkontrollierten Essanfällen.
EMDR (Eye Movement Desensitization und Reprocessing)
Therapieansatz für Traumatherapie
F
Flashbacks= Nachhallerinnerungen= Erinnerungsblitze
Typisches Symptom für eine PTBS und manchmal die Folge eines wiederholten Gebrauchs von LSD
G
Gutachten (Stellungnahmen)
Ein medizinisches, bzw. psychiatrisches Gutachten ist eine neutrale, fachlich fundierte schriftliche Stellungnahme eines unabhängigen Arztes/Psychiaters oder medizinischen Sachverständigen zu einem medizinischen Sachverhalt.
Das Gutachten beantwortet Fragen von Behörden, Ämtern, Versicherungsträgern und Gerichten. Fragestellungen lauten ZB: Fahreignung zum Lenken von Kraftfahrzeugen (i.S. von dem „Führerscheingesetz“), Arbeitsfähigkeit, Erwerbsfähigkeit, etc…
Als betroffene Person erteilen Sie mir den Auftrag aufgrund einer behördlichen Zuweisung oder zur Vorlage bei einer Behörde – zu einem gewissen Sachverhalt – Stellung zu nehmen oder Gutachten zu erstellen. Da sich um eine Fachfrage handelt, wird die Stellungnahme zu der Frage der Behörde sachlich und unparteiisch ausgeführt. Diese ist nicht immer im Sinne des Auftraggebers/der Auftraggeberin.
Das ist wichtig zu wissen, um Missverständnisse im Nachgang zu vermeiden.
Diese fachärztliche Rolle als Gutachterin unterscheidet sich von der therapeutischen Rolle.
Unterschied zwischen Gutachten und Stellungnahme:
Der Unterschied zwischen einer gutachterlichen Stellungnahme und einem Gutachten liegt im Umfang und der Formalität: Ein Gutachten ist eine umfassende, detaillierte und formale Beurteilung eines gesamten Sachverhalts, während eine gutachterliche Stellungnahme sich auf spezifische Kernpunkte oder Fragen beschränkt, weniger formal aufgebaut ist, oft auf bereits vorhandenen Unterlagen basiert.
H
Halluzination
Wahnwahrnehmung, Symptom einer Psychose beliebiger Ursache. Stimmenhören, sich in einer nicht realen Szene hineingesetzt fühlen, Vision, bizarre Körpergefühle.
J
Johanniskraut (Handelsname: Laif, Jarsin)
Antidepressivum, sog. Phytopharmakon. Laut den S3-Richtlinien der DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie) ist Johanniskraut in der leicht ausgeprägten Depression indiziert. Er ist ein Enzymmodulator auf dem CYP450 Enzymsystem, daher ist die Einnahme zusammen mit gewissen Medikamenten Achtung benötigt; darüber hinaus beeinflusst den Vitamin D-Haushalt.
K
Kognitive und Verhaltenstherapie
Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine der verbreitetsten und am besten untersuchten Formen von Psychotherapie. Welche Behandlungsmethoden eingesetzt werden, hängt davon ab, um welches Problem, welche Erkrankung oder Störung es sich handelt. Die Grundidee der ist: Was wir denken, wie wir uns verhalten und welche Gefühle andere in uns auslösen, hängt eng miteinander zusammen – und ist entscheidend für unser Wohlbefinden.
Ziel ist es, problematische Denkmuster und Verhaltensweisen zu erkennen, zu verändern und durch hilfreichere zu ersetzen, um psychische Probleme wie Depressionen, Angst- oder Suchterkrankungen zu bewältigen. Der Patient arbeitet aktiv mit dem Therapeuten zusammen, um konkrete Probleme zu lösen, oft durch die Bearbeitung von Aufgaben zwischen den Sitzungen.
| Reaktion | schädlich | neutral |
| Gedanken | „Er hat mich ignoriert – er kann mich nicht mehr leiden.“ | „Er hat mich gar nicht bemerkt – vielleicht bedrückt ihn etwas. Ich sollte mal wieder bei ihm anrufen und hören, wie es ihm geht.“ |
| Gefühle | Wer so denkt, fühlt sich niedergeschlagen, traurig und zurückgewiesen. | Bei diesem Gedanken kommen keine negativen Gefühle auf. |
| Verhalten | Dieser Gedanke hat zur Folge, dass man den Bekannten in Zukunft meidet, obwohl die eigene Vermutung völlig falsch sein könnte. | Dieser Gedanke führt dazu, dass man mit dem Bekannten Kontakt aufnimmt und nachfragt, ob alles in Ordnung ist. |
L
Langkettige Fettsäure (PUFA)
Die essentiellen Fettsäuren sind u.a. die Omega-3-Fettsäuren sowie die Omega-6-Fettsäure. Man findet sie in fettem Fisch, Fischöl, pflanzlichen Ölen wie Lein- und Sonnenblumenöl, Butter, Schmalz, Nüssen, sowie in der mediterranen Küche, zum Beispiel in Olivenöl.
Die langkettigen Fettsäuren dienen zur Stabilität der Zellmembrane, werden aber auch als Körperfett eingelagert. Als Ko-Faktoren können bei Entstehung der Depressionen beitragen.
Als Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind die besonders bei psychischen Störungen und „burn out“ sehr zu empfehlen.
M
Manische Episode
Gehobene Stimmung, gesteigerte Aktivität, veränderte Wahrnehmung und verändertes Denken. Ursächlich ist die manische Episode zu einem hohen Anteil genetisch determiniert. Isolierte manische Episode ist sehr selten.
MedikamenteCheck
Es kann vorkommen, dass Medikamente für Patienten unterschiedlich wirksam und verträglich sind. Diese Unterschiede beruhen auf vererbten Eigenschaften. Die Gene bestimmen unter anderem, welche Enzyme ein Mensch ausbildet. Die meisten Enzyme sind Eiweiße, die wie ein Katalysator eine chemische Reaktion begünstigen ohne dabei verbraucht zu werden. Für die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten ist deren Verweildauer im menschlichen Körper ausschlaggebend. Unterschiedlich vorhandene oder fehlende Enzyme haben einen entscheidenden Einfluss darauf. Durch eine Laboranalyse des Erbgutes können viele bekannte Einflüsse bestimmt werden. Das ermöglicht im Einzelfall eine maßgeschneiderte Auswahl des am besten geeigneten Wirkstoffes. Für die pharmakogenetische Analyse ist lediglich eine Speichel- oder Blutprobe erforderlich. Die umfangreichen Ergebnisse stehen dann auch für künftige Therapien zur Verfügung.
N
Neuro-Feedback
… ist eine spezielle Form des Biofeedbacks, bei der die Aktivität des Gehirns gemessen und rückgemeldet wird. Dazu werden mithilfe eines Elektroenzephalogramms (EEG) die Hirnströme erfasst und dem Patienten auf einem Monitor dargestellt. Der Patient lernt durch regelmäßiges Training, seine neuronale Aktivität gezielt zu regulieren. So lassen sich Symptome von ADHS, Schlafstörungen, Ängsten oder anderen psychischen oder neurologischen Störungen lindern.
Neuroplastizität
ist die funktionelle und auch strukturelle Anpassungsfähigkeit des Gehirnes.
O
OSAS (Obstruktives Schlaf Apnoe Syndrom)
Schlafbezogene Atemstörung, bei der es zu wiederholten, vollständigen oder teilweisen Atemstillständen kommt. Diese nächtlichen Atempausen führen zu einem Abfall der Sauerstoffversorgung im Blut und einer Fragmentierung des Schlafs, was tagsüber zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und einer erhöhten Anfälligkeit für schwere Folgeerkrankung führt.
P
Posttraumatischen Belastungsstörung
Eine typische Traumafolgestörung ist die Posttraumatischen Belastungsstörung mit den folgenden Leitsymptomen:
Wiedererleben des traumatischen Ereignisses in Form von unkontrollierten Gedanken, Bildern (wie Intrusionen oder Flashbacks).
Vermeidung von traumanahen Reizen im Handeln und Denken.
Übererregung (Hyperarousal): Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Schreckhaftigkeit.
Taubheitsgefühl anderen Menschen und Empfindungen gegenüber (Numbing, Depersonalisation, Derealisation).
Ich habe das Gefühl, von der Vergangenheit überflutet zu sein
Ich habe die Kontrolle über mein Leben verloren
Ich habe das Gefühl, meine Emotionen nicht mehr kontrollieren zu können
Alles ist so irreal, ich fühle mich entfremdet
Psychose, insbesondere schizophrene Psychose
Diese Krankheitsbilder sind durch Realitätsverlust, rigide persönliche Überzeugungen, Wahnvorstellungen sowie Halluzinationen gekennzeichnet. Ängstliche-depressive oder euphorische Stimmungslage, Stimmungszüge können als Begleiterscheinung auftreten, die sind jedoch flüchtig als dauerhaft.
Q
Quviviq
Zur Behandlung chronischer Insomnie, wenn nachweislich eine kognitive Verhaltenstherapie zur Behandlung der Insomnie keine ausreichende Wirkung gezeigt hat oder nicht durchführbar ist UND – wenn eine Therapie mit kurzfristig einsetzbaren Schlafmitteln (Zolpidem, Benzodiazepin-Hypnotika) medizinisch kontraindiziert oder nachweislich nicht ausreichend wirksam ist.
R
REM-Schlaf Verhaltensstörung
…ist eine Erkrankung, bei der die normalerweise im REM-Schlaf vorhandene Muskelatonie fehlt, wodurch Betroffene ihre lebhaften Träume körperlich ausagieren. Dies kann zu Schlägen, Schreien, Umherlaufen und gefährlichem Verhalten führen, das Verletzungen verursachen kann. Sie ist ein starker Prädiktor für die Entwicklung einer neurodegenerativen Erkrankung wie Parkinson oder Lewy-Körper-Demenz.
S
Skin picking disorder
Unter dem englischen Begriff versteht man eine zwanghafte Selbstschädigung der Haut. Gehört zu den Zwangsstörungen, kann bei Personen mit ADHD/ADHS auftreten.
Schlafstörungen alias Insomnie
Das zweithäufigstes Mentalproblem und Risikofaktor für Depression. Was die Entstehung und Ursache angeht, herrscht in dieser Kategorie eine große Heterogenität. In vielen Fällen bleibt die Ursache unergründlich.
Suchterkrankungen: Alkohol
Bei den alkoholbezogenen Störungen wird zwischen schädlichem Gebrauch und Abhängigkeit unterschieden.
Der riskante Konsum beschreibt einen Konsum, der mit einem deutlich erhöhten Risiko für gesundheitliche Folgeschäden verbunden sind: bei Männern ist das 24g (entspricht zwei Gläser Bier a 0,3l), für Frauen 12g von reinem Alkoholkonsum täglich.
Einer Analyse zufolge liegt die Schwelle zu einer erhöhten Mortalität bereits bei einem Konsum von 100g Alkohol pro Woche.
Die Diagnose einer Alkoholabhängigkeit oder eines schädlichen Gebrauchs vom Alkohol ist primär unabhängig von der Menge des täglichen Konsums.
Die Symptome einer Abhängigkeit:
Starker Wunsch oder eine Art von Zwang, die psychotrope Substanz zu konsumieren
Verminderte Kontrollfähigkeit bzgl. des Konsums
Körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Reduktion des Konsums
Nachweis einer Toleranzentwicklung
Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Alkoholkonsums
Anhaltender Substanzkonsum trotz Nachweis eindeutiger schädlichen Folgen, die dem Konsumenten offensichtlich bewusst sind
T
Trauma
Trauma-assoziierte Störungen, bzw. Traumafolgestörungen sind psychische oder körperliche Beschwerden, die als Reaktion auf ein traumatisches Ereignis entstehen.
Trichotillomanie (zwanghaftes Haarausreißen)
Patienten mit Trichotillomanie ziehen oder zupfen aus nichtkosmetischen Gründen wiederholt ihre Haare aus.
W
Wahn
Als Wahn wird eine Fehlbeurteilung der Realität bezeichnet – es sind Überzeugungen, die nicht auf realen Ereignissen basieren, allerdings von Betroffenen unkorrigierbar als wahr und real empfunden werden.
Z
Zwangsstörungen und verwandte Erkrankungen
Zwangsstörungen sind häufig und haben hohe Therapieresistenz. Frauen scheinen etwas häufiger betroffen zu sein. Erstdiagnose wird am häufigsten zwischen 18. Und 20. Lebensjahr gestellt. Die Störung ist durch Zwangsgedanken und Zwangshandlungen charakterisiert, die zeitaufwändig sind und beeinträchtigen die Person in ihrem Alltag.
Begleiterkrankungen sind häufig Trichotillomanie und Skin picking disorder, Angststörung, Depression, Suchterkrankung