Es gibt in einem Menschenleben häufig Situationen, in denen man sich in einer Sackgasse wiederfindet, aus der man alleine nicht mehr herauskommt. Oft stellen sich diese Zustände schleichend ein, entwickeln sich anfangs unbemerkt aus äußeren Umständen oder auch inneren Konflikten heraus. Beispiele hierfür sind zahlreich:




In all diesen Fällen ist eine psychiatrische Konsultation der erste Schritt zu einer erfolgreichen Behandlung.

Meine Tätigkeitsbereiche

Psychia­trische Diagnostik, Therapie­planung

Im Zentrum der psychiatrischen Untersuchung steht das diagnostische Gespräch, das heißt Exploration. Eine nicht wertende, freundliche und offene Grundhaltung des/der Psychiaters/Psychiaterin ist die Voraussetzung für eine ruhige und ungestörte Gesprächsatmosphäre.

Ein psychiatrisches Gespräch ist durch offene und direkte Fragen gekennzeichnet.


Eine psychiatrische Exploration findet in einigen Sitzungen statt, je nach der Komplexität der Problematik. Als Ergänzung können standardisierte psychiatrische Untersuchungsverfahren in diverser Art zum Einsatz kommen.


Nach Abschluss der Exploration sind Informationen über Diagnose, weitere Untersuchungen, ggf. voraussichtliche Dauer der Behandlung und Therapieplanung zu geben.

Therapeutisches Gepräch, Beratung

Psychotherapeutische Beratung ist eine Form der Unterstützung für psychisch gesunde Menschen, um Lebensprobleme zu bewältigen und die eigene Lebensqualität zu verbessern. Sie konzentriert sich auf die Stärkung von Fähigkeiten und Ressourcen in akuten Krisen oder zur persönlichen Entwicklung, unterscheidet sich aber von der Psychotherapie, die auf die Behandlung psychischer Krankheiten abzielt. 
Auf Wunsch biete ich auch Telemedizin an.

ADHS Diagnostik,
Screening und
Behandlung

Bei bereits diagnostizierter ADHS sind die Therapiemöglichkeiten vielfältig. Die medikamentöse Behandlung ist nur eine, aber durchaus effektive Option.


Bei dem Verdacht auf ADHS ist eine psychiatrische Diagnostik alleine aussagekräftig. In differential-diagnostisch unklaren Fällen ist eine operazionalisierte Psychodiagnostik unabdingbar, sogar ein Neuro-Feedback-Befund kann von Vorteil sein.

Psychoedukation, Kenntnisvermittlung

Als Psychoedukation wird die Aufklärung von Patienten und Angehörigen über physische und psychische Erkrankungen bezeichnet. Sie beinhaltet systematische und didaktisch-psychotherapeutische Maßnahmen und soll das Krankheitsverständnis, den selbstverantwortlichen Umgang mit der Krankheit und die Krankheitsbewältigung fördern.


Hintergrund und Zielsetzung

Die Psychoedukation basiert auf verhaltenstherapeutischen und gesprächstherapeutischen Prinzipen. Sie wurde ursprünglich in den USA zur Unterstützung von schizophrenen Patienten und deren Angehörigen entwickelt. Es handelt sich dabei nicht um Unterricht, sondern um ein Begreifen der Erkrankung.

Medikamen­töse Behandlung

Hierbei geht es um Einstellung von passenden – nach dem individuellen Bedarf im Einklang mit den Richtlinien und der diagnostischen Klassifikation – Psychopharmakon oder Psychopharmaka. MONITORING der Dosierung und der auftretenden Nebenwirkungen sowie der Wirksamkeit und BESTIMMUNG des Blutspiegels von Psychopharmaka, sogar Medikamentecheck gehören hierher.

MedikamenteCheck

Es kann vorkommen, dass Medikamente für Patienten unterschiedlich wirksam und verträglich sind. Diese Unterschiede beruhen auf vererbten Eigenschaften. Die Gene bestimmen unter anderem, welche Enzyme ein Mensch ausbildet. Die meisten Enzyme sind Eiweiße, die wie ein Katalysator eine chemische Reaktion begünstigen ohne dabei verbraucht zu werden. Für die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten ist deren Verweildauer im menschlichen Körper ausschlaggebend. Unterschiedlich vorhandene oder fehlende Enzyme haben einen entscheidenden Einfluss darauf. Durch eine Laboranalyse des Erbgutes können viele bekannte Einflüsse bestimmt werden. Das ermöglicht im Einzelfall eine maßgeschneiderte Auswahl des am besten geeigneten Wirkstoffes. Für die pharmakogenetische Analyse ist lediglich eine Speichel- oder Blutprobe erforderlich. Die umfangreichen Ergebnisse stehen dann auch für künftige Therapien zur Verfügung.

Beratungs­gespräch für Angehörige

Das Herbeiziehen der Angehörige in der Behandlung ist optimal in vielen Fällen: Aufbau eines Verständnisses für die Symptome der nahestehenden Person, Entwickeln eines besseren Umgangs mit der Angehörigen, adäquate Unterstützung im Alltag, etc…

Erstellung von Gutachten und Stellungnahmen1 zur Fahreignung gemäß §13 Abs. 1 FSG (Führerschein)

Ein medizinisches, bzw. psychiatrisches Gutachten ist eine neutrale, fachlich fundierte schriftliche Stellungnahme eines unabhängigen Arztes/Psychiaters oder medizinischen Sachverständigen zu einem medizinischen Sachverhalt.


Unterschied zwischen Gutachten und Stellungnahme

Der Unterschied zwischen einer gutachterlichen Stellungnahme und einem Gutachten liegt im Umfang und der Formalität: Ein Gutachten ist eine umfassende, detaillierte und formale Beurteilung eines gesamten Sachverhalts, während eine gutachterliche Stellungnahme sich auf spezifische Kernpunkte oder Fragen beschränkt, weniger formal aufgebaut ist, und oft auf bereits vorhandenen Unterlagen basiert.

wichtige Zusatzinformation

1Als betroffene Person erteilen Sie mir den Auftrag aufgrund einer behördlichen Zuweisung, oder zur Vorlage bei einer Behörde – zu einem gewissen Sachverhalt – Stellung zu nehmen. Da es sich um eine Fachfrage handelt, wird die Stellungnahme zu der Frage der Behörde sachlich und unparteiisch ausgeführt. Diese ist nicht immer im Sinne des Auftraggebers/der Auftraggeberin.
Das ist wichtig zu wissen, um Missverständnisse im Nachgang zu vermeiden.
Diese fachärztliche Rolle als Gutachterin unterscheidet sich von der therapeutischen Rolle.

Verhaltens- und kognitive Psycho­therapie

Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine der verbreitetsten und am besten untersuchten Formen von Psychotherapie. Welche Behandlungsmethoden eingesetzt werden, hängt davon ab, um welches Problem, welche Erkrankung oder Störung es sich handelt. Die Grundidee ist: Was wir denken, wie wir uns verhalten und welche Gefühle andere in uns auslösen, hängt eng miteinander zusammen – und ist entscheidend für unser Wohlbefinden.

Ziel ist es, problematische Denkmuster und Verhaltensweisen zu erkennen, zu verändern und durch hilfreichere zu ersetzen, um psychische Probleme wie Depressionen, Angst- oder Suchterkrankungen zu bewältigen. Der Patient arbeitet aktiv mit dem Therapeuten zusammen, um konkrete Probleme zu lösen, oft durch die Bearbeitung von Aufgaben zwischen den Sitzungen.

Affektive Störungen

BIPOLARE AFFEKTIVE STÖRUNG
PSYCHOSE
ADHS
ANGSTSTÖRUNG

…entwickelt sich, wenn die Furcht die Oberhand in unserem alltäglichen Erleben einnimmt. Sie ist ein breites Spektrum, je nach Ausprägung, von irrationalen Befürchtungen, von spezifischen Ängsten, wie Phobien, über Zwangsgedanken und- Handlungen bis hin zur generalisierten Angststörung. Bei letzterer lebt man stetig in Besorgnis. Man hat das Gefühl, überall „gefährdet“ zu sein, die ganze Welt erscheint gefährlich. Man fürchtet sich vor allen unbekannten Situationen, vor der Zukunft, vor dem Unkontrollierbaren. Die betroffenen Personen sind besonders vorsichtig und umsichtig, oft misstrauisch, stetig nervös und unruhig. Geduld ist nicht ihre Stärke… Der Schlaf kann gestört sein. Die generalisierte Angststörung verläuft in „Schüben“: es gibt sogar Jahre, in denen die Person frei von Ängsten ist.